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15.02.2018

"Ein kostbahr Clavier Instrument von einem der besten Meister ..."

Unter dem Motto "Ein kostbahr Clavier Instrument von einem der besten Meister ..." werden vom 18. Februar bis 31. Mai im Museum Gotisches Haus Tasteninstrumente der mittleren Rhein-Main-Region aus dem 18. Jahrhundert vorgestellt.
Im Zentrum steht dabei die Restaurierung von solchen Instrumenten – und das Musizieren mit eben diesen.

Im Depot eines Museums in Vorarlberg entdeckte der Musikhistoriker, Sammler und Pianist Michael Günther, das wohl älteste Tafelklavier überhaupt. Seine wissenschaftliche Untersuchung ergab, dass es als das bisher vermisste Verbindungsstück zwischen den Spinetten und den Hammerklavieren angesehen werden kann und aus der Zeit von 1745 bis 1750 stammt. Die Ausstellung war deshalb zunächst im "vorarlberg museum“ in Bregenz, einem preisgekrönten österreichischen Landesmuseum, zum Jahreswechsel 2017/2018 zu sehen. Der Schwerpunkt lag dabei darauf, dieses älteste bekannte Tafelklavier vorzustellen.


Die Ausstellung im Gotischen Haus wird hingegen auf den frühen Klavierbau der Mittel-Rhein-Region ausgerichtet. Außerdem wird ein Exponat mit einbezogen, ein um 1799 gebautes Tafelklavier der Gebrüder Mahr aus Wiesbaden. Dieses Tafelklavier wird Teil der Präsentation sein, die ansonsten im Schwerpunkt Leihgaben von Instrumenten und bedeutenden Musikalien der Privatsammlung Michael Günther zeigt.

Als besonderer Höhepunkt wird ein Johann Conrad Bürgy zugeschriebenes Pantaleon gezeigt, eine großzügige Leihgabe des Museums Schloss Fechenbach. Bürgy baute dieses Pantaleon Mitte der 1770er Jahre.

Zentrales Thema der Ausstellung ist die Restaurierung, denn die Idee zur Ausstellung war den Mitarbeitern des Museums gekommen, als es um die Restaurierung des Tafelklaviers von 1799 ging. Die zentrale Frage war damals: Wie weit kann die Restaurierung gehen, wird das Instrument jemals wieder bespielbar sein?

Gerade aus diesem Grund sollen die Tasteninstrumente nicht nur ausgestellt werden. Sie sollen auch erlebbar, also hörbar gemacht werden. Deshalb ist ein umfangreiches Begleitprogramm geplant, das in Vorträgen, Lesungen und Gesprächskonzerten die Besonderheit dieser Instrumente vorstellen wird.

Am Mittwoch, 21. Februar, um 19 Uhr findet ein Konzert mit Erläuterungen unter dem Titel „Wolfgang Amadé und seine Claviere – Die Claviermusik Mozarts und besondere Tasteninstrumente seiner Zeit“ statt. Mozarts Lebensgeschichte und die Entwicklung des neu erfundenen „Fortepianos“ verliefen zeitgleich und beeinflussten sich gegenseitig. Michael Günther spielt verschiedene originale Hammerclaviere aus der Ausstellung.

Ismene Deter beschäftigt sich am Mittwoch, 7. März, um 19 Uhr mit der Musik am Homburger Hof im ausgehenden 18. Jahrhundert. Erst im letzten Drittel des 18. Jh. gab es am Homburger Hof eine kleine Kapelle. Es wurde rege musiziert, was allerlei Fragen aufwirft. Bemerkenswert ist, dass in nächster Nähe des Landgrafen kreative Köpfe teils den Bau von Orgeln und neuartigen Clavieren betrieben, teils an komplexen Musikinstrumenten experimentierten. Der Kontakt mit diesen Personen dürfte dem Landgrafen die rasante Entwicklung im Instrumentenbau vor Augen geführt haben. Von dieser Entwicklung profitierte das Musikleben am Hof ebenso wie die bescheidene Residenz selbst, indem sie öffentliche Beachtung erfuhr. Michael Günther begleitet mit Claviermusik auf einem originalen Pantaleon; die Bad Homburgerin Theresia Leonhardt singt einige Lieder aus Region und Zeit.

Am Mittwoch, 21. März, um 19 Uhr steht „Der neue Stil der Empfindsamkeit – eine musikalische Revolution – Die Musik und die Gedanken des Joseph Martin Kraus“ im Mittelpunkt. Der 1756 im fränkischen Miltenberg geborene und spätere Hofkapellmeister am schwedischen Hof Joseph Martin Kraus ist als Komponist wie auch als Musikschriftsteller der bedeutendste Beitrag der Region für die europäische Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts. Dr. Franz Stephan Pelgen liest aus Kraus’ verschollen geglaubten und von ihm kürzlich wiederentdeckten Büchlein „Versuche von Schäfergedichte“. Dazu erklingt Kammermusik für Violoncello (Prof. Gerhart Darmstadt) und Clavier (Michael Günther, Pantaleon) aus der Zeit.

Bei der „Kammermusik am Main im 18. Jahrhundert“ am 22. April um 15 Uhr werden Kompositionen von Georg Philipp Telemann, Joseph Anton Bauer und Johann Franz Xaver Sterkel präsentiert. Frankfurt, Mainz und Würzburg waren im 18. Jahrhundert bedeutende musikalische Zentren. In den Residenzen wie auch für die Bürgerschaft entstanden große Kammermusikwerke. Diese werden auf originalen Instrumenten vorgetragen von Milena Schuster (Violine und Gesang), Mathias von Brenndorff (Traversflöte), Prof. Gerhart Darmstadt (Violoncello) und Michael Günther (Fortepiano und Pantaleon).

Am 6. Mai um 15 Uhr wird unter dem Titel „Vom Barock zur Romantik – Jede Zeit hat ihren Ton“ konzertiert. Von den brillanten Cembalowerken des Barock über die empfindsamen Kompositionen des Rokoko für das Pantaleon zu den samtig klingenden Hammerclavier-Stücken eines Schubert – jede Epoche hatte ein anderes Klangideal. Eine seltene Gelegenheit, diese Unterschiede zu erleben.

„Freimaurerei und Musik – Die Dalbergs geben sich die Ehre“ heißt das Thema am 27. Mai um 15 Uhr zur Finissage. Thomas Forwe und Edwin Brum sprechen in dem Vortrag zur Freimaurerei und zur Biographie des in Mainz und Aschaffenburg wirkenden Komponisten Friedrich Hugo von Dalberg. Dazu erklingt seine Claviermusik zu zwei und vier Händen. Michael Günther und Julian Zalla spielen auf einem originalen Hammerflügel.

Michael Günther hat nicht nur Instrumente gesammelt, sondern sich zudem eingehend wissenschaftlich mit den Tasteninstrumenten beschäftigt und mehrere Artikel dazu verfasst. Weitere Informationen gibt es unter http://www.clavier-am-main.de/index.html.
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