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Landgräfliche Gartenlandschaft
Der Ehemalige Ferdinandsgarten

Der Ehemalige Ferdinandsgarten und die Kreuzallee / Akaziena

In der „Bad Homburger Baumschule“ setzt die Familie Merle-Peselmann die Tradition und das Erbe des landgräflichen Hofgärtners Merle fort.

Geschichte nach oben

Landgraf Friedrich VI. Joseph schenkte die Parzelle hinter dem Englischen Garten seinem jüngsten Bruder Ferdinand zum 40. Geburtstag am 26. April 1823. Für die Gartenkunst zeigte Ferdinand, ohnehin ein Sonderling, indes wenig Sinn. Seine Leidenschaft waren die Wälder und die Jagd. Also ließ er auf den rund neun Morgen einen Tannenwald wachsen. Archivierte Rechnungen belegen, dass innerhalb von vier Jahren 27.000 Fichtensetzlinge gepflanzt und 65 Pfund Fichtensamen gesät wurden.

Ein Jahr nach dem Tod Ferdinands 1866, dem letzten Landgrafen, mit dem das Haus Hessen-Homburg ausstarb, erwarb Hofgärtner Merle diesen Prinzengarten, holzte die dichte Fichtenpflanzung ab und eröffnete um 1880 ein Café-Restaurant. Ab 1891 betrieb die Familie Merle auf dem Grundstück eine Baumschule, die sie nach dem Abriss des Café-Restaurants 1918 entsprechend erweiterte.

Gegenüber dem Ferdinandsgarten führt die Kreuzallee in gerader Linie auf das Haupttor des Kleinen Tannenwaldes zu. Landgraf Friedrich V. Ludwig dachte über ein Problem nach: Der Kleine Tannenwald, den er mit seiner Frau Caroline ab 1772 umgestalten ließ, war nicht von „seiner“ Tannenwaldallee aus erreichbar. Der Weg dorthin führte über den heutigen Mariannenweg. 1775 erwarb der Landgraf deshalb das später als Gustavsgarten bezeichnete Grundstück und ließ an der westlichen Grenze die gewünschte Verbindungsachse anlegen. Sie erhielt den Charakter einer Allee: Friedrich V. Ludwig entschied sich für Schein-Akazien (Robinia pseudoaccacia) als Sinnbild des Lebens und des Lichts. Die Bäume standen rund 100 Jahre. Astbruch und Standunsicherheit veranlassten Hofgärtner Merle Ende 1886 sie komplett abzuholzen. Ohne Genehmigung schritt er zur Tat, was ihm eine ernste Rüge eintrug. An eine Nachpflanzung von Bäumen dachte man weder zu diesem Zeitpunkt noch später. 1924 wurde der Verbindungsweg befestigt und an der westlichen Straßenseite erfolgte die Bebauung.

Ist-Zustand nach oben

Der Ferdinandsgarten ist noch heute im Besitz der Nachfahren. In der Bad Homburger Baumschule setzt die Familie Merle-Peselmann die Tradition und das Erbe des landgräflichen Hofgärtners Merle fort.
Neben dem Hauptgebäude erhebt sich eine wunderschöne 120 Jahre alte Winterlinde. Im östlichen Bereich an der Brüningstraße wurde der Ferdinandsgarten inzwischen mit Wohnhäusern bebaut.

Ziele nach oben

Der Ferdinandsgarten kann nicht nach historischem Vorbild wieder hergestellt werden. Vor Ort weist eine Informationstafel auf den Ehemaligen Ferdinandsgarten hin. Im Zuge der Wiederherstellung der Landgräflichen Gartenlandschaft Bad Homburg v.d.Höhe soll die Kreuzallee wieder mit Robinien bepflanzt werden und ihren Allee-Charakter zurückerhalten.

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